Getriebeschaden - wie Sie mit dieser Nachricht umgehen sollten

Jedes Auto sollte in regelmäßigen Abständen in die Werkstatt zur Kontrolle gebracht werden. Die heutigen Autos teilen diese Nachricht selbstständig über den Boardcomputer mit. Nach einer bestimmten Anzahl gefahrener Kilometer blinkt dann im Display die Nachricht auf, dass eine Inspektion notwendig ist. Inwieweit sie wirklich notwendig ist, bleibt fraglich, denn der Bordcomputer des Autos wurde schließlich darauf programmiert ab, wie vielen gefahrenen Kilometern das Auto wieder kontrolliert werden sollte.

Im Nachhinein wird bei einer solchen Inspektion lediglich neues Öl aufgeschüttet, der Reifendruck sowie die Bremsen kontrolliert und eventuell auch noch die Scheibenwischer ausgetauscht. Fertig, das macht dann bitte die unverschämt hohe Summe von XY.

Wenn die Nachricht allerdings „Getriebeschaden“ lautet ...

 

Schon allein die Inspektion ist heutzutage horrend teuer, wenn man in eine Vertragswerkstatt geht. Natürlich sollten Sie aber in eine Vertragswerkstatt gehen, wenn Sie ein gepflegtes Scheckheft für Ihr Auto haben möchten. Für den erfolgreichen Wiederverkauf ist dieses nämlich unerlässlich.

 

Ihr Auto ist fertig inspiziert, und Sie wollen es nun abholen. Doch in der Werkstatt teilt man Ihnen mit, dass Ihr Auto kurz vor einem Getriebeschaden steht. Der Schock sitzt erst einmal tief. Absolut verständlich, ein Schaden dieser Klasse ist eigentlich nicht mehr zu reparieren. Beziehungsweise ist die Reparatur dermaßen teuer, dass Sie sich erst einmal fragen müssen, ob Ihr Fahrzeug das überhaupt noch wert ist.

 

Aber was beinhaltet ein derartiger Getriebeschaden denn überhaupt?

 

Das Getriebe ist ein komplexer Aufbau aus vielen Teilen. Dies alles muss nun auf eventuelle Schäden kontrolliert werden:

 

- Wodurch wurde der Schaden verursacht?

- Sind weitere Teile wie zum Beispiel der Motor beschädigt?

- Gibt es einen bestehenden Materialfehler: Funktioniert beispielsweise die Öl-Anzeige korrekt?

- Funktionieren andere Bereiche des Autos weiterhin?

 

Wie sollten Sie nun weiter vorgehen?

Sie sind sich sicher, dass Sie den Reparaturpreis nicht zahlen können bzw. wollen. Dann müssen Sie sich jetzt überlegen, was Sie mit Ihrem Schadensfahrzeug anstellen wollen. Sie können es sich auf den Hof oder in die eigene Garage stellen, vorausgesetzt Sie haben den nötigen Platz, und abwarten bis sich ein Käufer auf Ihre Verkaufsanzeige meldet. Oder aber Sie suchen sich gleich ein Unternehmen, das sich auf derlei Geschäfte spezialisiert hat.

 

Kaufe Unfallwagen“, „Kaufe Autos aller Art“ etc. solche und ähnliche Überschriften kann man jeden Tag in der Zeitung bzw. im Internet lesen. Auch die kleinen Visitenkarten, die man immer mal wieder am eigenen Fahrzeug stecken hat, weisen auf ein derartiges Unternehmen hin. Machen Sie nicht den Fehler und verkaufen Ihr Schadensfahrzeug allzu schnell an einen Händler dieser Art. Wenn Sie sich dazu entschieden haben sollten das Auto zu verkaufen, vergleichen Sie im Vorfeld erst einmal die verschiedenen Möglichkeiten. Verkaufen Sie nur an denjenigen, der Ihnen den höchsten Preis für das Fahrzeug bietet.

 

Sie können Ihr Auto natürlich auch auf den Schrottplatz bringen. Hierzu müssen Sie aber wissen, dass der Schrotthändler Ihnen nur den aktuellen Preis für das Metall bezahlen wird. Sie werden im höchstwahrscheinlichen Ernstfall hier am Ende nur ein enormes Verlustgeschäft verzeichnen. Ist Ihr Fahrzeug allerdings eines der älteren Modelle, kann es aber auch egal sein, an welcher Stelle Sie es am Ende verkaufen.