Verunfallten Pkw verkaufen - Ihre Möglichkeiten

Verunfalltes Auto

Für einen Unfallwagen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Verkauf oder Reparatur. Für die Entscheidungsfindung ist prinzipiell der Restwert des Fahrzeuges ausschlaggebend. Sie müssen für sich entscheiden, ob eine Reparatur lohnenswert ist oder ob Sie sich von Ihrem Wagen lieber trennen möchten. Erfahren Sie hier, was es für Verkaufsmöglichkeiten gibt und ob es sich rentiert Ihr Fahrzeug nach einer Reparatur weiterzufahren. 

Reparatur oder Verkauf

Zunächst sollten Sie sich bei einem Fachmann eine Schätzung zum Restwert Ihres verunfallten Wagens einholen. Sind die Schäden an Ihrem Fahrzeug noch nicht behoben, lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag zeigen, um den weiteren Verlauf bestimmen zu können. Des Weiteren kann Sie ein Fachmann beraten, ob eine Reparatur oder der Verkauf rentabler ist. Die Höhe des Schadens wird vermutlich darüber entscheiden, ob Sie Ihr Fahrzeug verkaufen oder reparieren lassen. Bei einem wirtschaftlichen Totalschaden zum Beispiel überschreiten die Instandhaltungskosten im Allgemeinen den Restwert des Wagens. Hier scheint der Verkauf des Autos die sinnvollere Alternative zu sein. Sollte der Schaden nicht allzu groß und eine Reparatur im Rahmen des Möglichen sein, macht es Sinn den Wagen nach einem Verkehrsunfall noch weiter zu fahren. Dabei spielt die Laufleistung des Fahrzeuges eine Rolle. Handelt es sich um einen alten Wagen, der nach jahrelanger und regelmäßiger Nutzung ohnehin viele Mängel aufweist, stellt sich die Frage, ob ein Verkauf oder eine Entsorgung nicht ratsamer sind. In diesem Fall ist es nicht gegeben, dass Ihr Fahrzeug auch nach einer Reparatur noch eine lange Laufzeit hat. Da ein Auto normalerweise auch nach einem Unfall einen gewissen Materialwert hat, kann ein Verkauf sinnvoll sein. Wenn Ihr Fahrzeug selbst für einen Verkauf ungeeignet ist,  bleibt manchmal nur der Weg zum Autoverschrotter. 

Wie verkaufe ich meinen Wagen?

Für jede Art von Interessent, ob Händler oder Privatperson, sollten Sie alle wichtigen Belege, sowie das Unfallgutachten und Reparaturrechnungen zur Hand haben. So sichern Sie sich selbst ab und geben auch dem Interessenten ein Gefühl von Sicherheit und Transparenz. Alle Schäden müssen wahrheitsgetreu dokumentiert werden. Sollten Schäden bewusst verschwiegen werden, kann ein Privatkäufer den Vertrag bis zu zwei Wochen nach dem Kauf auflösen. Achten Sie daher immer auf die Richtigkeit der Angaben. In der Regel finden Sie für fast jede Art von Unfallschaden noch einen Käufer. Der eine schlachtet das Fahrzeug aus, um funktionsfähige Einzelteile zu verwenden oder weiterzuverkaufen, während ein anderer das Auto aufwertet um es anschließend weiterzufahren. Einige Gebrauchtwagenhändler bieten Ihren Wagen sogar zum Export an und kaufen selbst Fahrzeuge mit einem Totalschaden noch für gutes Geld an. Solch ein Wagen hat im osteuropäischen und afrikanischen Ausland noch einen relativ hohen Wert. Bevor Sie zu einem Gebrauchtwagen- oder Schrotthändler gehen, können Sie auch von zuhause aus ein Online-Inserat für Ihr Unfallfahrzeug erstellen. Dies ist eine bequeme Möglichkeit Ihr Fahrzeug loszuwerden. Zusätzlich hat der Käufer die Möglichkeit sich anhand von Fahrzeugfotos einen Eindruck von dem Wagen zu verschaffen. So erübrigt sich eine vorzeitige Besichtigung. Bei dem Verkauf über ein Online-Portal ist es wichtig, detaillierte und realitätsgetreue Angaben zum Fahrzeug zu machen und die Schäden ebenfalls exakt zu dokumentieren. Vor dem Verkauf an eine Privatperson können Sie sich bei einem Fachmann informieren, ob potentielle Spätfolgen eintreten können. Eine weitere Möglichkeit ist ein Gebrauchtwagencheck, den Sie für circa 100 Euro vom ADAC, TÜV oder Dekra durchführen lassen können. 

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